Qu Qingshan: Ein tiefes Verständnis der fünf Merkmale der Chinesischen Modernisierung

Quelle:Qiushi, 16/2023 | Autor:Qu Qingshan | Veröffentlichungszeit:2023年09月06日

Für das großartige Wiederaufleben der chinesischen Nation ist es von entscheidender Bedeutung, den richtigen Weg zu finden. Am 7. Februar 2023 fand deshalb ein Seminar für neu aufgenommene Mitglieder und Kandidaten des Zentralkomitees (ZK) der Kommunistischen Partei Chinas (KP Chinas) sowie für leitende Funktionäre auf Gouverneurs- und Ministerebene statt, damit die Teilnehmer die Xi Jinping-Ideen des Sozialismus chinesischer Prägung im neuen Zeitalter sowie den Geist des XX. Parteitags studieren und umsetzen konnten. Dabei hat Generalsekretär Xi Jinping dieses Thema eingehend erläutert. Er erklärte, dass die Chinesische Modernisierung sowohl Gemeinsamkeiten mit der Modernisierung anderer Länder als auch klare einzigartige chinesische Merkmale aufweise, die auf den speziellen Gegebenheiten des Landes beruhen würden. Der Bericht auf dem XX. Parteitag habe die fünf Merkmale der Chinesischen Modernisierung klargestellt und den Inhalt der Chinesischen Modernisierung wissenschaftlich dargelegt. Dabei handele es sich sowohl um einen theoretischen Überblick als auch eine Forderung an die Praxis. Damit werde der Weg zum Erfolg für den umfassenden Aufbau eines starken und modernen sozialistischen Landes und für das große Wiederaufleben der chinesischen Nation gezeigt, sagte er.

Xi bestand in seinen Ausführungen auf einer Verzahnung von Theorie und Praxis und einer Verknüpfung historischer Erfahrungen mit aktuellen Problemen. Er fasste nicht nur die Merkmale der Chinesischen Modernisierung theoretisch zusammen, sondern formulierte darüber hinaus auch klare Forderungen für die praktische Umsetzung dieses Prozesses. Die gewissenhafte Auseinandersetzung mit seinen Ausführungen und die umfassende Umsetzung seiner Ideen sind von großer praktischer Bedeutung für die ganze Partei, das ganze Land und die Menschen aller ethnischen Gruppen Chinas. So werden sie den Geist des Selbstvertrauens und der Selbstverbesserung aufrechterhalten, an den Ursprüngen festhalten und Innovationen vornehmen, mit großem Elan zu Werke gehen, mutig und entschlossen voranschreiten und vereint für den umfassenden Aufbau eines modernen sozialistischen Landes kämpfen, um das große Wiederaufleben der chinesischen Nation umfassend voranzubringen.

Es gilt, die fünf Merkmale der Chinesischen Modernisierung gründlich zu verstehen und dadurch zu begreifen, dass die Chinesische Modernisierung der richtige Weg für den erfolgreichen Aufbau eines starken Landes und für das nationale Wiederaufleben ist, weil dieses von den fünf chinesischen Merkmalen bestimmt wird.

Das charakteristische Merkmal: Die Chinesische Modernisierung ist eine Modernisierung eines Landes mit einer riesigen Bevölkerung.

Generalsekretär Xi hat dieses Thema hervorgehoben, weil die Modernisierung mit einer großen Bevölkerung das „charakteristische Merkmal“ der Chinesischen Modernisierung darstellt. Ein richtiges Verständnis dieses „charakteristischen Merkmals“ ist für die erfolgreiche Förderung der Chinesischen Modernisierung in der Praxis von großer Bedeutung.

Eine Besonderheit Chinas ist seine riesige Bevölkerung. Sie macht ein Fünftel der Weltbevölkerung aus. Bis heute gibt es auf der Welt nicht mehr als 30 Industrieländer und deren Gesamtbevölkerung beträgt nicht einmal eine Milliarde Menschen. Unter den Industrieländern sind die Vereinigten Staaten das bevölkerungsreichste Land, gefolgt von Japan. In den USA leben derzeit 333 Millionen Menschen, in Japan 125 Millionen. Dies entspricht nur einem Viertel bzw. einem Elftel der Bevölkerung Chinas. Die Bevölkerungszahlen der anderen Industrieländer wie Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien, Australien, Südkorea, Kanada usw. liegen im zweistelligen Millionenbereich, wobei Deutschland mit über 84 Millionen Einwohnern an erster Stelle steht. Portugal und Schweden haben rund zehn Millionen Einwohner, während die Schweiz, Dänemark, Finnland, Norwegen, Singapur usw. im einstelligen Millionenbereich liegen. Singapur ist ein Stadtstaat mit über 5,6 Millionen Einwohnern auf einer Fläche von nur 733 Quadratkilometern. In dieser Hinsicht ist China mit seiner riesigen Bevölkerung ein weltweit seltenes Beispiel.

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Blick auf die Hauptfackel der 31. FISU-Sommer-Hochschulspiele im Stadion des Dong’an Lake Sports Parks in Chengdu, Hauptstadt der südwestchinesischen Provinz Sichuan, während der Eröffnungsfeier. (Foto vom 28. Juli 2023, Cao Yiming/ Xinhua)

Die große Bevölkerung stellt das Land gleichzeitig aber auch vor schwierige und komplexe Probleme. Chinas Bevölkerung ist zwar groß, aber ungleichmäßig verteilt. Während der Osten und Südosten des Landes dicht besiedelt sind, sind der Westen und Nordwesten dagegen nur dünn besiedelt. Chinas Pro-Kopf-Anteil an Ackerland, Wasser und Bodenschätzen liegt weit unter dem globalen Durchschnitt. Bei Ackerland ist es weniger als die Hälfte des Durchschnitts der Welt, bei Wasserressourcen etwa ein Viertel. Aufgrund der großen Bevölkerungszahl wird selbst das kleinste Problem in China zu einem Problem von Weltrang, sobald es mit mehr als 1,4 Milliarden Menschen multipliziert wird, und selbst die größte Gesamtmenge an Wohlstand wird sofort kleiner, sobald sie durch mehr als 1,4 Milliarden Menschen geteilt wird. Ernährung, Beschäftigung, Verteilung, Bildung, medizinische Versorgung, Wohnen, Altersvorsorge, Kinderbetreuung usw. – all diese Probleme sind in China nicht einfach zu lösen. Das Ausmaß und die Komplexität der Chinesischen Modernisierung sind daher beispiellos.

Gerade wegen seiner riesigen Bevölkerungsgröße muss China seinen eigenen Weg gehen. China hat eine politische Tradition der großen Einheit, seine Kultur zeichnet sich sowohl durch eine gemeinsame Orientierung als auch durch Vielfalt aus, und die Menschen unterschiedlicher Ethnien leben in kleinen Siedlungen über das weite Land verstreut. Diese Merkmale haben sich im Laufe der Zeit entwickelt und sind historisch bedingt. Alle ethnischen Gruppen in China haben einen historischen Beitrag zur Bildung der chinesischen Nation geleistet. Chinas lange Geschichte, seine blühende Kultur, seine einzigartigen Werte und sein humanistischer Geist haben dazu geführt, dass die Chinesische Modernisierung weder einem etablierten Muster noch einem Präzedenzfall folgen kann. Die westliche Modernisierung ist ein linearer Prozess, der von der Industrialisierung über die Urbanisierung und die Modernisierung der Landwirtschaft bis hin zur Informatisierung reicht, während die Chinesische Modernisierung ein paralleler Prozess ist, in dem all diese Entwicklungen gleichzeitig stattfinden. Die Art und Weise der Modernisierung wird daher zwangsläufig ihre eigenen Merkmale und Besonderheiten aufweisen.

Mit seiner riesigen Bevölkerung trägt China wesentlich zum Fortschritt der menschlichen Zivilisation bei. Mit 9 Prozent der weltweiten Ackerfläche ernährt das Land fast ein Fünftel der Weltbevölkerung. Seit Beginn der Reform und Öffnung haben rund 800 Millionen Menschen in China die Armut überwunden, das sind mehr als 70 Prozent der weltweit aus der Armut befreiten Menschen. Damit hat das Land einen großen Beitrag zur weltweiten Armutsbekämpfung geleistet. Die Chinesische Modernisierung hat mit dem Mythos aufgeräumt, dass Modernisierung gleichzusetzen sei mit Verwestlichung, und der Welt stattdessen ein völlig neues Modernisierungsmodell angeboten, das auch für die große Anzahl der Entwicklungsländer eine Alternative darstellt. Damit hat das Land dem Frieden und der Entwicklung der Menschheit seine Weisheit, seinen Lösungsansatz und seine Kraft zur Verfügung gestellt. Wenn China seine Modernisierung verwirklicht, wird eine neue Weltkarte der Modernisierung gezeichnet.

Das „charakteristische Merkmal“ der Chinesischen Modernisierung, nämlich die riesige Bevölkerung, macht es erforderlich, bei der Förderung der Chinesischen Modernisierung im Lichte der nationalen Gegebenheiten Chinas zu denken, zu entscheiden und zu handeln. Dabei dürfen weder unrealistische Ziele angestrebt noch starr an alten Regeln festgehalten werden. Vielmehr ist historische Geduld gefragt, um die Chinesische Modernisierung mit soliden Schritten nachhaltig voranzutreiben.

Das wesentliche Merkmal: Die Chinesische Modernisierung ist eine Modernisierung, die gemeinsamen Wohlstand der gesamten Bevölkerung anstrebt.

Generalsekretär Xi hat dieses Thema hervorgehoben, weil der gemeinsame Wohlstand der gesamten Bevölkerung das „wesentliche Merkmal“ der Modernisierung ist. Ein richtiges Verständnis dieses „wesentlichen Merkmals“ ist für die erfolgreiche Förderung der Chinesischen Modernisierung in der Praxis von großer Bedeutung.

Die Schaffung gemeinsamen Wohlstands der gesamten Bevölkerung gilt als eine wesentliche Anforderung des Sozialismus. Marx schuf die materialistisch-historische Geschichtsauffassung und die Mehrwerttheorie, und verwandelte den Sozialismus damit von einer Phantasie bzw. Idealvorstellung in eine Wissenschaft. Der wissenschaftliche Sozialismus legt die Grundprinzipien für den Aufbau des Sozialismus und die Verwirklichung des Kommunismus fest. Das Wesen des Sozialismus liegt in der Befreiung und Entwicklung der Produktivkräfte sowie der Abschaffung von Ausbeutung und der Überwindung von Polarisierung und schließlich in der Erreichung des allgemeinen Wohlstandes.

Das Streben nach gemeinsamem Wohlstand der gesamten Bevölkerung verkörpert die ursprüngliche Mission der KP Chinas. Die Partei wurde in einer Zeit innerer Unruhen und Übergriffe von außen geboren und hat stets das Streben nach dem Wiederaufleben der chinesischen Nation als ihre ursprüngliche Mission verfolgt. In den 1950er Jahren erklärte Genosse Mao Zedong bei der Vorstellung der Entwicklungsziele, dass China in der Zukunft viel weiter entwickelt, viel reicher und viel stärker sein sollte, als es damals war. „Und dieser Reichtum ist ein gemeinsamer Reichtum, und diese Stärke ist eine gemeinsame Stärke, an denen alle teilhaben“, sagte er.

Genosse Deng Xiaoping betonte anschließend zu Beginn der Reform und Öffnung, als er die Politik der Bereicherung des Volkes konzipierte, dass der gemeinsame Wohlstand das „Prinzip“, das „Wesen“ und das „Ziel“ des Sozialismus sei.

Seit dem XVIII. Parteitag hat Generalsekretär Xi nachdenklich darauf hingewiesen, dass der gemeinsame Wohlstand selbst ein wichtiges Ziel der sozialistischen Modernisierung sei und dass die Förderung des gemeinsamen Wohlstands der gesamten Bevölkerung eine langfristige und realistische Aufgabe sei, die weder überstürzt noch abgewartet werden könne. Stattdessen müsse diesem Ziel ein noch höherer Stellenwert eingeräumt werden, und man müsse sich bodenständig und langfristig darum bemühen und proaktiv positive Beiträge dazu leisten. Er mahnte an, den „Kuchen“ nicht nur zu vergrößern, sondern auch gerechter zu verteilen.

Auf dem XIX. Parteitag erklärte er feierlich, dass die gesamte Bevölkerung bis zum Jahr 2035 solide Schritte in Richtung des gemeinsamen Wohlstands machen werde und dass bis zur Mitte dieses Jahrhunderts der gemeinsame Wohlstand der gesamten Bevölkerung im Wesentlichen verwirklicht sein werde.

Der gemeinsame Wohlstand der gesamten Bevölkerung ist das gemeinsame Anliegen und der starke Wunsch der Menschen aller ethnischen Gruppen im ganzen Land. Seit jeher hegen die Chinesen den Wunsch nach „bescheidenem Wohlstand“ und „großer Gleichheit“. Schon Konfuzius sagte: „Was uns Sorge bereitet, ist eher, dass das Volk unfair statt zu wenig zugeteilt bekommt, und dass dieses Unrecht zu Unruhe führen könnte.“ Mengzi wiederum wird mit den Worten zitiert: „Achte die Alten der anderen wie deine eigenen und sorge für die Kinder der anderen wie für deine eigenen“.

Nach der Gründung der Volksrepublik bzw. der Reform und Öffnung und vor allem seit dem Eintritt in das neue Zeitalter hat die KP Chinas bei der Formulierung verschiedener Richtlinien und Maßnahmen sowohl Effizienz als auch Gerechtigkeit berücksichtigt, so dass positive Fortschritte und neue Erfolge im Streben nach gemeinsamem Wohlstand erzielt werden konnten: In China ist es gelungen, das weltweit größte Bildungs- und Sozialabsicherungssystem zu etablieren, ebenso wie das weltgrößte System für medizinische Behandlung und Gesundheitsfürsorge. Auch bei der allgemeinen Verbreitung von Bildung hat es einen historischen Sprung gegeben. Der Lebensstandard der Bevölkerung hat sich in jeder Hinsicht verbessert und das Gefühl der Teilhabe an den Früchten der Entwicklung sowie das Glücks- und Sicherheitsempfinden der Bevölkerung haben sich dadurch verstärkt.

Der gemeinsame Wohlstand der gesamten Bevölkerung ist der grundlegende Unterschied zwischen der chinesischen und der westlichen Modernisierung. Die Chinesische Modernisierung orientiert sich am Wohlstand des Volks, die westliche am Kapital. Während die Chinesische Modernisierung den gemeinsamen Wohlstand aller Menschen anstrebt, führt die westliche zur Polarisierung von Reichtum und Armut. Der westliche Modernisierungsprozess hat unter anderem dazu geführt, dass die Armut in die Entwicklungsländer verlagert wurde. Auch in den eigenen Ländern ist die Vermögensverteilung extrem ungerecht und die Kluft zwischen Arm und Reich immer größer geworden. Daten zeigen, dass in den Vereinigten Staaten das Vermögen des reichsten 1 Prozent der Bevölkerung das der gesamten unteren 90 Prozent übersteigt. Ende 2021 besaß das reichste 1 Prozent der US-Bevölkerung mehr als 32,2 Prozent des gesamten Vermögens des Landes – ein Rekordwert. Zum Vergleich: 1989 waren es nur 23,5 Prozent. Gleichzeitig ist der Vermögensanteil der unteren 90 Prozent der Amerikaner stetig gesunken, von 39,1 Prozent im Jahr 1989 auf 30,2 Prozent Ende 2021. Zudem hat sich in den letzten Jahren auch die Obdachlosigkeit in den USA verschärft. Nach Angaben des US-Ministeriums für Wohnungsbau und Stadtentwicklung waren 2022 im Durchschnitt täglich 582.500 Amerikaner ohne Dach über dem Kopf, 40 Prozent von ihnen mussten auf der Straße, in heruntergekommenen Gebäuden oder unter anderen schlechten Bedingungen schlafen.

Das „wesentliche Merkmal“ der Modernisierung, nämlich der gemeinsame Wohlstand der gesamten Bevölkerung, macht es erforderlich, bei der Förderung der Chinesischen Modernisierung an der Ideologie der auf die Menschen ausgerichteten Entwicklung festzuhalten und den Wunsch der Menschen nach einem guten Leben stets als Ausgangspunkt und oberstes Ziel der Modernisierung zu betrachten. Es müssen Anstrengungen unternommen werden, um soziale Fairness und Gerechtigkeit aufrechtzuerhalten und den gemeinsamen Wohlstand der gesamten Bevölkerung zu fördern, wobei eine Polarisierung zwischen Arm und Reich entschieden verhindert werden muss.

Noble Bestrebung: Die Chinesische Modernisierung ist eine Modernisierung, die die materielle und geistige Zivilisation parallel in Einklang bringt.

Generalsekretär Xi hat dieses Thema hervorgehoben, weil es die noble Bestrebung der Chinesischen Modernisierung ist, sowohl den materiellen Wohlstand als auch den geistigen Reichtum zu erlangen. Ein richtiges Verständnis für diese noble Bestrebung ist für die erfolgreiche Förderung der Chinesischen Modernisierung in der Praxis von großer Bedeutung.

Die Koordination zwischen materieller und geistiger Zivilisation ist ein grundlegendes Erfordernis des Sozialismus. Nach der marxistischen Lehre sind die materielle und geistige Zivilisation eng miteinander verbunden. Beide Faktoren beeinflussen und bedingen einander und bilden eine dialektische Einheit. Lenin betonte einmal, dass der Aufbau des Kommunismus unmöglich wäre, ohne über Wohlstand an Wissen, Technologie und Kultur zu verfügen. Der Sozialismus ist das Anfangsstadium des Kommunismus. Eine sozialistische Gesellschaft muss sich allseitig entwickeln, einschließlich beider Zivilisationen - materielle und geistige. Nur wenn beide Zivilisationen gut entwickelt sind, kann man von einer wahren sozialistischen Gesellschaft sprechen. Die Übergangsphase von Sozialismus zu Kommunismus erfordert eine schrittweise Entwicklung sowohl der materiellen als auch der geistigen Zivilisation, um angemessene Bedingungen zu schaffen.

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Blick in die Montagehalle des Unternehmens GAC Aion New Energy Automobile. Am 12. April 2023 inspizierte Xi Jinping, Generalsekretär des ZK der KP Chinas, den Elektroautohersteller. Er besuchte dabei den Ausstellungsraum, die Montagehalle und die Werkstatt für die Herstellung von Batterien, um sich über die Entwicklung von Schlüsseltechnologien und die Förderung der hochwertigen, intelligenten und umweltfreundlichen Produktion des Unternehmens zu informieren. (Foto: Deng Hua / Xinhua)

Die Koordination zwischen materieller und geistiger Zivilisation ist die unvermeidliche Tendenz und Richtung der Entwicklung der menschlichen Gesellschaft. Ein wichtiges Symbol für die Entstehung der Menschheit ist die Herstellung von Werkzeugen, die den Menschen von Tieren unterscheidet. Seit ihrer Entstehung hat sich die Menschheit nicht mehr damit begnügt, sich passiv an die natürliche Umwelt anzupassen. Vielmehr hat die Menschheit die Initiative ergriffen, um die Umwelt so umzugestalten, dass sie den Bedürfnissen der Menschheit immer besser gerecht wird. Während der Mensch die objektive Welt umgestaltet, verändert er auch seine subjektive Welt. Der Mensch hat nicht nur materielle, sondern auch geistige Bedürfnisse. Die materielle Zivilisation und die geistige Zivilisation bedingen und fördern einander, ergänzen sich und entwickeln sich gemeinsam weiter.

Die Koordination zwischen materieller und geistiger Zivilisation ist eine Weisheit, die durch die Zusammenfassung der praktischen Erfahrungen bei der Weiterführung und Wiederbelebung der chinesischen Zivilisation gewonnen wurde. Die Chinesen sind ein fleißiges, mutiges und gutherziges Volk, das Wohlwollen und Rechtschaffenheit hochhält, Moral achtet und Harmonie ehrt. „Wenn man selbst den Wunsch hat, auf der Welt zu bestehen, dann verhilft man auch anderen dazu. Und wenn man etwas erreichen will, dann verhilft man auch anderen dazu.“ Das gehört zu den moralischen Grundsätzen, die die Chinesen seit jeher befolgen. „An einem Strang ziehen und aufeinander aufpassen“ ist ein Konzept, das die Chinesen vertreten. Im Geiste „grenzenloser Menschlichkeit und solidarischer Zusammenarbeit“ hat das chinesische Volk sowohl eine reiche materielle als auch eine glänzende geistige Zivilisation geschaffen. Der große Geist des Volks wurde über Jahrtausende von Generation zu Generation weitergegeben, so dass er in Fleisch und Blut übergegangen und tief in der Seele der Chinesen verwurzelt ist.

Die KP Chinas hat sich stets dafür eingesetzt, den Aufbau der modernen Zivilisation der chinesischen Nation voranzutreiben, indem sie die vortrefflichen Elemente der traditionellen chinesischen Kultur fortführt und ihre schöpferische Umwandlung und innovative Entwicklung fördert. Zu diesem Zweck hat die Partei unter anderem die führende Stellung des Marxismus im Bereich der Ideologie gefestigt, die Erziehung zu Idealen und Überzeugungen durchgeführt, die sozialistischen Grundwerte aktiv gefördert und praktiziert, die Erziehung zu Patriotismus, Kollektivismus und Sozialismus umfassend betrieben, die Veranstaltungen zur Entwicklung der sozialistischen geistigen Zivilisation energisch gefördert, die revolutionäre Kultur verbreitet und die fortschrittliche sozialistische Kultur weiterentwickelt.

Die Koordination zwischen materieller und geistiger Zivilisation ist ein wichtiger Unterschied zwischen der chinesischen und der westlichen Modernisierung. Die Chinesische Modernisierung erfordert sowohl materiellen als auch geistigen Reichtum. Generalsekretär Xi Jinping sagte: „Das mächtige moderne sozialistische Land, das wir aufbauen wollen, muss nicht nur materiell, sondern auch geistig stark sein.“ Die westlichen Länder haben in ihrem Modernisierungsprozess aufgrund ihrer Ideologie und ihres Gesellschaftssystems nur die Dinge und nicht die Menschen im Blick, sie konzentrieren sich auf den materiellen Reichtum und nicht auf den Geist, und die Folgen sind Habgier, Egoismus, Mangel an Glauben, geistige Armut, Dekadenz und Moralverfall. Drogenmissbrauch und -handel, Prostitution, Waffengewalt, Rassendiskriminierung, Diebstahl und Raub und andere Verbrechen sind in diesen Gesellschaften weit verbreitet. Statistiken der Website „Gun Violence Archive“ (Archiv über Waffengewalt) zeigen, dass die Zahl der Massenschießereien in den USA in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat: Im Jahr 2022 starben 43.341 Menschen durch Waffengewalt, 37.763 wurden verletzt. Insgesamt ereigneten sich in diesem Jahr 636 Massenschießereien, das sind im Durchschnitt fast zwei pro Tag. Damit stehen die USA weltweit an der Spitze der Mordrate durch Schusswaffen. Einer Studie zufolge konsumierten 2020 in den USA 59,3 Millionen über 12-Jährige Drogen, davon 49,6 Millionen Marihuana.

Die „noble Bestrebung“ der Chinesischen Modernisierung, in der materielle und geistige Zivilisation miteinander im Einklang stehen, macht es erforderlich, bei der Förderung der Chinesischen Modernisierung einerseits die materielle Grundlage der Modernisierung weiter zu festigen und die materiellen Bedingungen für das Wohlergehen des Volkes zu verbessern, andererseits aber auch energisch eine fortschrittliche sozialistische Kultur zu entwickeln, die Erziehung zu Idealen und Überzeugungen zu verstärken und die chinesische Zivilisation weiterzugeben, um so die allseitige Bereicherung der materiellen Dinge und die allseitige Entwicklung der Menschen zu fördern.

Ein markantes Merkmal: Die Chinesische Modernisierung ist eine Modernisierung, in der Mensch und Natur harmonisch koexistieren.

Generalsekretär Xi hat dieses Thema hervorgehoben, weil der Respekt vor der Natur, die Anpassung an sie und ihr Schutz sowie die Förderung des harmonischen Miteinanders von Mensch und Natur „ein markantes Merkmal“ der Chinesischen Modernisierung sind. Ein richtiges Verständnis für das Merkmal ist für die erfolgreiche Förderung der Chinesischen Modernisierung in der Praxis von großer Bedeutung.

Die harmonische Koexistenz von Mensch und Natur ist für das Überleben und die Entwicklung der Menschheit unabdingbar. Die Natur ist die Mutter allen Lebens, denn sie bietet die Grundvoraussetzung für das Überleben und die Entwicklung der Menschheit. Die ökologische Umwelt ist unersetzlich. Wir sind uns oft nicht bewusst, dass wir sie verbrauchen. Aber wenn wir sie übermäßig ausbeuten, geht sie unwiederbringlich verloren. Die Zukunft der Menschheit hängt davon ab, ob es gelingt, eine ökologische Zivilisation zu schaffen, denn die Menschheit lebt auf ein und demselben Planeten, und kein Land kann davon ausgeschlossen sein oder nur für sich selbst sorgen. Engels hat die Interdependenz zwischen Mensch und Natur einmal treffend beschrieben. „Schmeicheln wir uns indes nicht so sehr mit unseren menschlichen Siegen über die Natur. Für jeden solchen Sieg rächt sie sich an uns.“

Die Förderung einer harmonischen Koexistenz von Mensch und Natur ist eine gute Tradition der Chinesen und der chinesischen Nation. Sie haben die Natur seit jeher respektiert, geliebt und schon früh erkannt, wie wichtig es ist, respektvoll mit der Natur umzugehen und sich an sie anzupassen. Die chinesischen Weisheiten sagen: „Himmel und Erde leben mit mir zusammen, während sich alle Dinge und Ich zu einem vereinen.“[1] „Der Himmel schweigt, aber die vier Jahreszeiten laufen fort; die Erde schweigt, aber alle Dinge wachsen weiter.“[2] „Alle Dinge der Welt sind in der Lage, in Harmonie zu existieren und genug Nahrung zum Leben zu finden.“[3] „Der Mensch hat die Erde zum Vorbild. Die Erde hat den Himmel zum Vorbild. Der Himmel hat den SINN zum Vorbild. Und der SINN hat die Natur zum Vorbild.“[4] Bei der Arbeit und Produktion wird den Menschen geraten, „nicht gegen die Zeit des Ackerbaus zu arbeiten“[5], „nicht mit dichten Netzen in Teichen zu fischen“[6], „zur rechten Zeit mit Axt und Hacke in die Bergwälder zu gehen“[7], „die Zeit des Himmels und die Gunst des Landes zu beachten“[8], „das Leben der Pflanzen nicht vorzeitig zu beenden oder ihre Reifung zu unterbrechen“[9]. Nach den „Riten der Zhou“ setzte die Westliche Zhou-Dynastie besondere Beamte zur Verwaltung der Berge und Wälder und der königlichen Gärten ein. Diese schrieben vor, dass das Fällen von Bäumen in den Bergen zu bestimmten Zeiten zu erfolgen habe und dass die Jagd auf junge Hirsche, das Sammeln von Vogeleiern und das Erlegen von Tieren mit Giftpfeilen nicht gestattet seien. Zuwiderhandlungen wurden streng bestraft. Dies zeigt, dass die Vorfahren der Chinesen „Himmel“, „Erde“ und „Mensch“ als eine Einheit betrachteten, die natürliche Umwelt mit der menschlichen Zivilisation verbanden und im Einklang mit den Naturgesetzen handelten und arbeiteten.

Die Förderung einer harmonischen Koexistenz von Mensch und Natur beruht auf den Erfahrungen, die die Chinesen durch eigene Praxis und Forschung gesammelt haben. Nach der Gründung der Volksrepublik und insbesondere nach der Reform und Öffnung Chinas haben die Chinesen allmählich ein besseres Verständnis für die Bedeutung des Schutzes der ökologischen Umwelt gewonnen. Im Laufe der Entwicklung hat man festgestellt: Wenn man gegen die Gesetze der Natur verstößt, kommt es zu Umweltverschmutzungen und ökologischen Schäden, die „einen Schatten auf das tägliche Leben der Menschen werfen“ und „auf ihren Gemütern lasten“. So ist China zu der tiefen Einsicht gelangt, dass man die vorübergehende wirtschaftliche Entwicklung nicht auf Kosten der ökologischen Umwelt fördern darf. Der Aufbau der ökologischen Zivilisation leistet Beiträge für die Gegenwart und schafft Vorteile für die Zukunft. Im Interesse des Volkes hat die KP Chinas mit größter Entschlossenheit und unter größten Anstrengungen eine Reihe von Strategien und Maßnahmen zum Schutz und zur Regulierung der ökologischen Umwelt beschlossen und ihre Bemühungen um deren Umsetzung verstärkt. Generalsekretär Xi hat ein neues Konzept für eine innovationsgetriebene, koordinierte, grüne, nach außen offene und durch gemeinsame Teilhabe gekennzeichnete Entwicklung vorgestellt und erklärt, dass klare Flüsse und grüne Berge im Grunde genauso wertvoll sind wie Berge aus Gold und Silber. Damit wurden die wichtigsten Prinzipien für die Regulierung der ökologischen Umwelt im Chinesischen Modernisierungsprozess festgelegt. Dank der langfristigen und unermüdlichen Bemühungen der gesamten Nation hat der Aufbau einer ökologischen Zivilisation sowohl in der theoretischen Forschung als auch in der Praxis historische, umwälzende und das ganze Land betreffende Veränderungen bewirkt. So hat China den wichtigen Übergang von der Lösung herausragender Probleme zum systematischen Management, von der passiven Reaktion zur proaktiven Aktion, von der Rolle als Teilnehmer an der globalen Umweltregulierung zu der als eines der führenden Länder und von der alleinigen praktischen Forschung zur Anwendung wissenschaftlicher Theorien geschafft.

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Kreis Pucheng, Fujian: Mehrere Bulldozer arbeiten parallel auf einem Feld im Dorf Shenming, um es für den Anbau von hochwertigem Ackerland vorzubereiten. (Foto vom 2. März 2023, Jiang Kehong / Xinhua)

Die harmonische Koexistenz von Mensch und Natur ist auch ein deutlicher Unterschied zwischen chinesischer und westlicher Modernisierung. Aufgrund der unterschiedlichen Gesellschaftssysteme und Entwicklungskonzepte sind die meisten westlichen Länder in ihrem Modernisierungsprozess im Umgang mit der Umwelt den Weg „erst verschmutzen, dann schützen“ gegangen. Es wurde enormer materieller Reichtum geschaffen, gleichzeitig aber die Plünderung der natürlichen Ressourcen beschleunigt. Damit sind Kreislauf und Gleichgewicht der Ökosysteme der Erde aus den Fugen geraten, was Spannungen zwischen Mensch und Natur herbeigeführt hat. Im 20. Jahrhundert haben acht große Umweltkatastrophen in den westlichen Ländern die Umwelt und das soziale Leben stark beeinträchtigt und enorme Schäden verursacht, die weltweit Aufsehen erregt haben. Der fotochemische Smog in Los Angeles forderte fast 1.000 Todesopfer. Die Smogkatastrophe in London verursachte bereits wenige Tage nach ihrem Ausbruch im Dezember 1952 rund 4.000 Todesfälle. Innerhalb von zwei Monaten starben weitere rund 8.000 Menschen an Atemwegserkrankungen. Später, in den Jahren 1956, 1957 und 1962, ereigneten sich zwölf weitere schwere Smogereignisse in der britischen Hauptstadt. In Japan erkrankten fast 1.000 Menschen an der Minamata-Krankheit, bis zu 20.000 wurden durch die Schadstoffe geschädigt.

Die harmonische Koexistenz von Mensch und Natur – ein markantes Merkmal der Modernisierung – erfordert, dass die Chinesische Modernisierung an der nachhaltigen Entwicklung und der Leitlinie „Vorrang für Sparen, Schutz und Renaturierung als Hauptansatz“ festhält. Die Natur und die ökologische Umwelt müssen genauso geschützt werden wie unsere Augen. Man sollte unbeirrt einen zivilisierten Entwicklungsweg beschreiten, der Wachstum, Wohlstand und eine gute Umwelt gleichermaßen sichert, um die nachhaltige Entwicklung der chinesischen Nation zu verwirklichen.

Ein hervorstechendes Merkmal: Die Chinesische Modernisierung ist eine Modernisierung, die den Weg der friedlichen Entwicklung beschreitet.

Generalsekretär Xi hat dieses Thema hervorgehoben, weil es „ein hervorstechendes Merkmal“ der Chinesischen Modernisierung sei, an der friedlichen Entwicklung festzuhalten, einerseits die eigene Entwicklung unter entschlossener Wahrung des Weltfriedens und der globalen Entwicklung anzustreben und andererseits durch die eigene Entwicklung den Frieden und die Entwicklung in der Welt besser zu wahren und den Aufbau einer Schicksalsgemeinschaft der Menschheit voranzutreiben. Ein richtiges Verständnis für das Merkmal ist für die erfolgreiche Förderung der Chinesischen Modernisierung in der Praxis von großer Bedeutung.

Es liegt in den Genen der chinesischen Zivilisation, den Weg der friedlichen Entwicklung zu gehen. Die Chinesen waren von jeher ein friedliebendes Volk. Schon früh in der Geschichte entstand in China der Gedanke „Wenn der Königsweg beschritten wird, gehört die Welt allen“. Die Nation war schon immer ein Befürworter der „Freundschaft mit den Nachbarstaaten“ und der „harmonischen Koexistenz aller Länder“, denn sie war sich darüber im Klaren, dass „ein kriegerischer Staat trotz seiner Stärke dem Untergang geweiht ist“. Zheng He (1371 - 1433) aus der Ming-Dynastie unternahm mit den seinerzeit größten Flotten der Welt sieben große Expeditionen in den Pazifik und den Indischen Ozean und fuhr bis nach Ostafrika. Dabei brachten sie den Gastländern Seide, Tee und Porzellan aus China mit, trieben Handel und Kulturaustausch, ohne sich auch nur ein Stück Land anderer Nationen anzueignen. Dies ist ein guter Beweis dafür, dass die Friedensliebe ein kulturelles Gen ist, das den Chinesen und der chinesischen Nation in Fleisch und Blut übergegangen ist.

Der Weg der friedlichen Entwicklung ist die richtige strategische Entscheidung der chinesischen Nation. In der neueren Zeit wurde China durch die Invasion der imperialistischen Mächte und die Dekadenz der feudalen Regierung allmählich in eine halbkoloniale und halbfeudale Gesellschaft verwandelt. Das Land wurde gedemütigt, das Volk litt und die Zivilisation lag im Staub. Die chinesische Nation durchlebte ein beispielloses Elend. Deshalb haben das chinesische Volk und die chinesische Nation großes Mitgefühl mit den Ländern und Völkern, die unter den Kriegswirren und Schikanen schwer gelitten haben. Das chinesische Volk sehnt sich mehr denn je nach Frieden, und die chinesische Nation lehnt den Krieg mehr denn je entschieden ab. Nach der Gründung der Volksrepublik hat China die Fünf Prinzipien der friedlichen Koexistenz aufgestellt und besteht auf der Gleichberechtigung aller Länder, ob groß oder klein, stark oder schwach, reich oder arm. Nach der Reform und Öffnung ist das Land zu der wichtigen Einsicht gelangt, dass „Frieden und Entwicklung die Hauptthemen der heutigen Welt sind“. China hat seine Beziehungen zu den großen Ländern dementsprechend angepasst und seine Solidarität und Zusammenarbeit mit den Entwicklungsländern verstärkt. Das ZK der KP Chinas mit Genosse Xi Jinping als Kern hält seit Beginn des neuen Zeitalters an der Diplomatie Chinas als die eines großen Landes mit eigener Prägung fest und hat vorgeschlagen, den Aufbau neuartiger internationaler Beziehungen zu fördern. Es ruft alle Länder dazu auf, Frieden, Entwicklung, Gleichheit, Gerechtigkeit, Demokratie und Freiheit als allgemein akzeptierte gemeinsame Werte der gesamten Menschheit zu fördern. Darüber hinaus wurden die Öffnung nach außen auf hohem Niveau und der hochwertige Aufbau der Neuen Seidenstraßen-Initiative vollzogen und damit wichtige Beiträge zum Aufbau einer Schicksalsgemeinschaft der Menschheit geleistet.

Es ist in der Weltgeschichte beispiellos, dass die KP Chinas das „Festhalten am Weg der friedlichen Entwicklung“ vorgestellt und durch Rechtsverfahren im Parteistatut und später in der Verfassung der Volksrepublik verankert hat. Das Parteistatut ist die allgemeine Satzung, mit der sich die Partei selbst verwaltet und regelt. Es kann daher als „Grundgesetz“ der Partei verstanden werden. Die Verfassung ist das allgemeine Gesetz, nach dem die Partei und das Volk das Land regieren, und hat für China ebenfalls die Rolle des Grundgesetzes. Das bedeutet, dass der Weg der friedlichen Entwicklung in der höchsten Form der Gesetze und Verordnungen der Partei und des Staates vorgeschrieben ist. Auf diese Weise hat China sein internationales Ansehen wiederhergestellt, seinen internationalen Einfluss gestärkt und rückt immer mehr in den Mittelpunkt der Weltbühne.

Eine friedliche Entwicklung liegt im Trend der globalen Entwicklung und ist der einzig richtige Weg. Die Zukunft der Welt muss von den Menschen aller Länder gemeinsam gestaltet werden. Die heutige Welt befindet sich in einem beispiellosen Wandel, wie es ihn seit einem Jahrhundert nicht mehr gegeben hat: Das alte Kolonialsystem ist zusammengebrochen; die Blockkonfrontation der Ära des Kalten Krieges existiert nicht mehr; eine große Zahl von Schwellen- und Entwicklungsländern hat ihre Entwicklung beschleunigt; und die Verflechtung und gegenseitige Abhängigkeit zwischen allen Ländern der Erde hat stetig zugenommen. Dennoch steht die Menschheit noch immer vor vielen Schwierigkeiten und Herausforderungen: regionale Krisenherde entstehen einer nach dem anderen; konventionelle und nichtkonventionelle Sicherheitsbedrohungen sind miteinander verflochten; und die „Defizite“ in den Bereichen Frieden, Entwicklung, Sicherheit und Regierungsführung nehmen weiter zu. Was ist nur mit der Welt los und was sollte die Menschheit tun?

Generalsekretär Xi hat nacheinander die Globale Entwicklungsinitiative, die Globale Sicherheitsinitiative und die Globale Zivilisationsinitiative – drei Säulen für den Aufbau der Schicksalsgemeinschaft der Menschheit – vorgelegt und damit der Menschheit Chinas Weisheit und Beiträge zur Lösung der gemeinsamen Probleme zur Verfügung gestellt.

Die friedliche Entwicklung ist ein wichtiger Unterschied zwischen der chinesischen und der westlichen Modernisierung. Einige westliche Länder haben ihre Modernisierung durch Krieg, Kolonialisierung und Ausplünderung erreicht. Diese blutigen und schuldbeladenen Verbrechen, bei denen der eigene Nutzen auf Kosten anderer Völker erzielt wurde, haben den Menschen in den Entwicklungsländern große Not und Elend gebracht.

Nach der Entdeckung der „Neuen Welt“ Amerikas verfolgten die Kolonialisten eine Politik des Völkermords, die die Zahl der Indianer von ursprünglich über 5 Millionen auf 250.000 drastisch reduzierte. In der neueren Geschichte führte der verbrecherische Sklavenhandel über drei Jahrhunderte hinweg zum Verschwinden von fast 100 Millionen Schwarzen auf dem afrikanischen Kontinent. In den mehr als 300 Jahren seit dem Ende des 15. Jahrhunderts raubten die Kolonialherren 2,5 Millionen Kilogramm Gold und 100 Millionen Kilogramm Silber aus Mittel- und Südamerika.

Im Jahr 1840 begannen die westlichen Kolonialisten den Opiumkrieg gegen China und öffneten mit ihren Schiffen und Kanonen die Tür zu dem damals noch verschlossenen Land. In den folgenden mehr als 100 Jahren fielen imperialistische Länder aller Größenordnungen in China ein und zwangen das Land, 745 ungleiche Verträge zu unterzeichnen. Japan zum Beispiel erhielt von China durch den Vertrag von Shimonoseki eine „Kriegsentschädigung“ von 231 Millionen Tael Silber; westliche Mächte wie Großbritannien, die Vereinigten Staaten und Frankreich erhielten von China durch den ungleichen Vertrag, der als Boxerprotokoll bekannt ist, sogar 450 Millionen Tael Silber als Kriegsentschädigung. Der Vertrag sah vor, dass die Schulden innerhalb von 39 Jahren zurückgezahlt werden sollten, so dass sich die Hauptschuld plus Zinsen schließlich auf insgesamt 980 Millionen Tael belief.

All dies gehört zur unrühmlichen Modernisierungsgeschichte der westlichen Länder und markiert die „Erbsünde“ des Kapitalismus.

Das hervorstechende Merkmal der Chinesischen Modernisierung, den Weg der friedlichen Entwicklung zu beschreiten, macht es notwendig, , dass China entschieden auf der richtigen Seite der Geschichte und auf der Seite des Fortschritts der menschlichen Zivilisation steht und die Banner von Frieden, Entwicklung, Zusammenarbeit und gemeinsamem Gewinnen hochhält, um, wie zuvor erwähnt, einerseits die eigene Entwicklung unter entschlossener Wahrung des Weltfriedens und der globalen Entwicklung anzustreben und andererseits durch die eigene Entwicklung den Frieden und die Entwicklung in der Welt besser zu wahren.

Der Weg, der vor China liegt, ist unermesslich weit, und er ist so beständig, dass die Entwicklung Chinas ein unbegrenztes Potenzial hat.

Seit der Gründung der Volksrepublik und vor allem seit der Reform und Öffnung hat China in wenigen Jahrzehnten die Industrialisierung vollzogen, für die die westlichen Industrieländer mehrere hundert Jahre gebraucht haben, und damit ein Wunder der raschen wirtschaftlichen Entwicklung und langfristigen sozialen Stabilität geschaffen, das große Perspektiven für das Wiederaufleben der chinesischen Nation eröffnet.

Geschichte und Realität haben hinreichend bewiesen, dass die Chinesische Modernisierung ein gangbarer Weg ist, der China mit stabilen Schritten in die Zukunft führt. Es ist auch der einzig richtige Weg für den erfolgreichen Aufbau eines starken Landes und das Wiederaufleben der Nation. Die Chinesen müssen diesen Weg unbeirrt weitergehen und dürfen in ihrem Willen nicht wanken. Man darf nie erstarren, nie nachlassen, kein Risiko scheuen und sich nicht durch externe Einmischung beirren lassen. Weder der alte Weg der Abschottung und Erstarrung noch der Irrweg des Bannerwechsels dürfen beschritten werden, sondern nur der Weg des Sozialismus chinesischer Prägung. Solange die Chinesen diesen „einzig richtigen Weg“ beschreiten und das nationale Wiederaufleben durch die Chinesische Modernisierung gemäß der auf dem XX. Parteitag der KP Chinas festgelegten Strategie umfassend vorantreiben, werden sie in der Lage sein, das zweite der beiden Ziele der „Zweimal hundert Jahre“ zu verwirklichen, nämlich China bis zum 100. Jahrestag der Gründung der Volksrepublik zu einem reichen, starken, demokratischen, zivilisierten, harmonischen, schönen und modernisierten sozialistischen Land aufzubauen.

Der Autor ist der Direktor der Forschungsakademie beim Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Chinas für Geschichte und Literatur der Partei.

Quelle: Qiushi, 16/2023

Die Übersetzung ist durch Theorie Chinas urheberrechtlich geschützt, bitte geben Sie die Quelle an.

Anmerkungen:

[1] Zitat aus Zhuangzi.

[2] Li Bai (701−762): Ein Schreiben an Pei Kuan, Chefberater des Präfekten von Anzhou.

[3] Zitat aus Xunzi.

[4] Laotse: Tao Te King

[5] Zitat aus Mengzi

[6] Siehe 5

[7] Siehe 5

[8] Jia Sixie: Qimin Yaoshu (Die wichtigsten Techniken für die allgemeine Wohlfahrt des Volkes)

[9] Siehe 3.


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